Coves del Drac - Drachenhöhlen

Südlich des Ortes Porto Cristo befindet sich das wohl bedeutendste Tropfsteinhöhlensystem Mallorcas, das Coves del Drac. Hier ist, neben sechs kleineren Seen, der größte unterirdische See Europas zu finden. Die Mallorquiner wussten schon vor 3.000 Jahren von dem Höhlensystem, das 1.700 Meter in den Berg hineinführt. Damals trauten sich aber weder die Einheimischen, noch Piraten weiter als 200 Meter in die Höhle hinein, weil sie dort blutrünstige Drachen vermuteten. Erst im Jahre 1896, nachdem mehrere Forscher versucht hatten, das Höhleninnere zu erkunden, gelang es dem Franzosen Martel, 1.300 Meter weit in die Höhle vorzudringen und sie gründlich zu erforschen. Der Mallorquiner Joan Servera Camps erwarb das Grundstück und machte das Naturphänomen im Jahre 1935 der Öffentlichkeit zugänglich. Bald fuhren große Orchesterboote über den See, das Höhleninnere gut ausgeleuchtet.

Drachenhöhle Auch heute noch werden Urlauber bei einem Besuch der Drachenhöhle von sanften Klängen begleitet. Sehr beeindruckend zu sehen sind die bizarren Kalksteinformationen, gewaltige Stalagmiten und Stalaktiten präsentieren sich in einzigartigen Formen. In einem großen Auditorium mit 1.100 Sitzplätzen am Llac Martel - Martelsee - können die Besucher nach der Besichtigung Platz nehmen. Nachdem die Beleuchtung erloschen ist, erscheinen Musiker in beleuchteten Booten auf dem See, die klassische Musik erklingen lassen. Leider müssen Urlauber auf das Fotografieren in den Coves del Drac verzichten, Ordner weisen stets auf das Verbot hin.

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